Bilder verpacken und versenden
Versand und Verpackung von Kunstwerken
Erfahrungen aus der Praxis
Der Versand und die Verpackung der Arbeiten erfolgen über die Künstler selbst. Die Kosten für Verpackung und Versand teilen sich Frühwerk und die jeweiligen Künstler. Dieses Modell ermöglicht Flexibilität und stellt zugleich sicher, dass der Versand mit der nötigen Sorgfalt erfolgt.
Wenn ich größere Arbeiten an Museen verkaufe oder Werke zu Messen transportiere, arbeite ich in der Regel mit professionellen Kunsttransporteuren. Das ist zweifellos die sicherste Variante, allerdings auch mit hohen Kosten verbunden. Der Transport eines größeren Werks im Format etwa 160 × 120 cm von Köln nach Berlin liegt schnell zwischen 200 und 400 Euro – abhängig vom Transportunternehmen und dem individuellen Handling.
Für kleinere Arbeiten gibt es jedoch praktikable und bewährte Alternativen.
Wann Paketversand sinnvoll ist
Arbeiten, die gut verpackt sind und ein Format von etwa 120 cm nicht überschreiten, lassen sich problemlos per DHL versenden. Ich selbst habe auf diese Weise bereits Werke weltweit verschickt – nach Japan, Australien und in die USA – und hatte bislang keinerlei Schäden oder Probleme. Entscheidend ist dabei nicht der Versanddienstleister, sondern die Qualität der Verpackung.
Gute Verpackung ist nicht verhandelbar
Hochwertige Luftpolsterfolie ist ein Muss. Die Unterschiede in der Qualität sind enorm. Es gibt Folien, die kaum stabiler sind als dünnes Papier, und solche, die zuverlässig dämpfen und schützen. Für empfindliche Oberflächen empfehle ich zusätzlich eine Lage Gaze oder Transparentpapier zwischen Werk und Folie, um Abrieb oder Abdrücke zu vermeiden.
Kantenschoner bieten zusätzlichen Schutz und sorgen dafür, dass Ecken und Kanten auch bei unsachgemäßem Handling unversehrt bleiben. Ist ein Werk sorgfältig verpackt, lässt sich das Transportrisiko erheblich reduzieren.
The Art of Packaging
Verpackung ist mehr als reine Schutzmaßnahme. Gerade im hochpreisigen Onlinehandel sind Käufer mittlerweile daran gewöhnt, dass auch dem Auspacken Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der erste Eindruck entsteht nicht nur beim Anblick des Werks, sondern bereits beim Öffnen der Verpackung.
Apple war eines der ersten Unternehmen, das diesen Prozess bewusst gestaltet hat und die Wertigkeit des Produkts konsequent in der Verpackung gespiegelt hat. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Sammler reagieren sehr positiv auf eine durchdachte, saubere und ästhetische Verpackung. Rückmeldungen und Dank für sorgfältiges Packaging sind keine Seltenheit.
Im Zweifel sollte jedes Werk so verpackt sein, als handele es sich um ein Geschenk. Stabilität und Sorgfalt schließen dabei eine ansprechende Präsentation nicht aus.
Versicherung und Dokumentation
Aus versicherungstechnischen Gründen bitten wir vor dem Versand um ein Foto der verpackten Arbeit. So stellen wir sicher, dass die Verpackung den notwendigen Standards entspricht und im Schadensfall eine nachvollziehbare Dokumentation vorliegt.
Sorgfältige Verpackung schützt nicht nur das Werk – sie ist Teil der professionellen Präsentation und ein wichtiger Baustein für Vertrauen auf Sammlerseite.
