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Fischer, Lars

Absolvent, UDK Berlin, Meisterschüler, Prof. Thomas Zipp

Das Geschaffene in meinen Bildern verkörpert eine Expropriation – eine Art der Enteignung und gleichzeitiger Wiederaneignung – der Wirklichkeit. Getragen durch die Erkenntnis, Wahrheit nicht erfassen und Wirklichkeit nur als Konstrukt greifen zu können, kreise ich um den Begriff der Katastrophe im anthropogen Zeitalter und die damit zusammenhängende gesellschaftliche Gegenwartsphänomene. Oftmals vermitteln dabei Objekte zwischen den Kommunikationsparteien. Sie erscheinen mal zentral, mal bruchstückartig, und weisen klar über ihren reinen Gebrauchswert hinaus. In meiner künstlerischen Praxis arbeite ich mit digitalen und traditionellen Techniken. Im ersten Schritt erfolgen skizzenhafte Digitalcollagen, wobei auch analoge Materialcollagen mittels 3D Scan in den digitalen Raum überführt und mit gesammeltem Bildmaterial verbunden werden. Danach werden diese Collagen auf Bildträger gedruckt und dienen als Malgründe. Durch diesen Hybrid aus digitaler und analoger Malerei entsteht eine entrückte Wirkung sowie ein Raum des Fragwürdigen zwischen Weltuntergang und globaler Wachstumseuphorie.