Absolvent, Akademie Düsseldorf, Meisterschüler Prof. Anzinger
Die Arbeit von Lukas Köllner versteht Malerei als Ort körperlicher Handlung und formaler Entscheidung. Ausgangspunkt ist eine post-expressive Figuration, in der Farbe nicht illustrativ, sondern als strukturierende, operative Logik wirkt. Im Zentrum steht der Körper als Träger von Arbeit und Handlung, der in Übergangszuständen zwischen Mensch und Tier erscheint. Die Arbeiten hinterfragen die historische Romantisierung von Arbeit und Arbeitenden, indem sie Figuren zeigen, die Arbeit als physische und zeitübergreifende Handlung erfahren, ohne idealisierte Narrative zu bedienen. Digitale Bildwelten bilden den strukturellen Rahmen der Gegenwart, den Köllner in malerische Farbsysteme übersetzt, wobei Farbe Rhythmus, Verdichtung und Steuerung übernimmt. Comichafte Bildgrammatik, raues Leinen und historisch konnotierte Materialien verleihen den Arbeiten physische Präsenz. Malerei erscheint so als Gefüge von Körper, Farbe, Material und Arbeit, in dem historische und gegenwärtige Arbeitsrealitäten aufeinander treffen.
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