Absolvent, Akademie Düsseldorf, Meisterschüler Prof. Grünfeld
Der in Wien lebende Künstler vereint in seinen Werken den Anspruch der klassischen Feinmalerei auf Naturalismus mit einem zeitgenössischen Ver- ständnis von Symbolik und Komposition. Bekannte Bildgegenstände der Kunstgeschichte werden aufgegriffen, zerlegt und in neue Zusammenhänge gebracht, um ihre Bedeutung reflektieren und erweitern zu können. Die Ver- flechtung christlicher Ikonographie mit philosophischen Referenzen und der eingehenden Ausdeutung des augenscheinlich Profanen, bildet dabei einen ambivalenten Deutungsraum. Die Suche nach dem Ausdruck des Großen im Kleinen rückt jenes Profane, Staubige und Krude in den Fokus, um die ihnen innewohnende, schwer greifbare Erhabenheit aufscheinen zu lassen. Das ge- wählte Medium der Feinmalerei in altmeisterlich anmutender Manier dient hierbei gleichzeitig als Mittel des genauen und obsessiven Ausdrucks im Sin- ne einer Hingabe an den Werkgegenstand an sich und als Vehikel, die inhalt- lich verschachtelten Arbeiten über die Ebene des ästhetischen Genusses für die Betrachter*innen zugänglich zu machen. Teils verrätselt, teils mit brachialer Offenheit werden innere Konflikte und gesellschaftliche Beobachtungen durch Bezugnahme auf Kultur, Glaube, My- then und Identität ineinander gespiegelt, sodass sich deren Ambiguität offen- bart. Die sich hieraus neu ergebenden Betrachtungsweisen, lenken den Fokus auf kulturhistorische Bezüge zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zu- kunft, wobei Jonathan Ungemach die traditionsreiche Bildsprache der vormo- dernen Malerei kontemporär ausdeutet, um sie mit ihren eigenen Mitteln in’s Jetzt zu überführen.
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