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Wachs, Nick

Student, HFBK Hamburg, Prof Anselm Reyle

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Wahrnehmungsräumen, in denen Fragen nach dem Menschsein und seinen existenziellen Dimensionen überhaupt erst gestellt werden können. Emotion und Transformation spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie legen die Risse im Gefüge unserer Wirklichkeit frei und machen spürbar, wie brüchig und zugleich durchlässig der verzerrte Raum ist, in dem wir leben. Zwischenmenschliche Beziehungen, digitale und verschiedene Identitäten sowie der Himmel begleiten mich dabei als wiederkehrende Motive. Der Himmel erscheint als offenes Zeichen: Projektionsfläche, Abgrund, Versprechen. Er kann kalt und leer sein, ein nihilistischer Raum ohne Antwort – und zugleich Symbol für Transzendenz, Sehnsucht oder eine ganz konkrete, atmende Atmosphäre. In dieser Gleichzeitigkeit interessiert mich die Ambiguität, das Schweben zwischen Deutungsebenen. Meine Arbeiten verstehen sich als Einladungen: als Orte, an denen Resonanz entstehen kann – zwischen Körpern, Blicken, Geschichten. Der Austausch beginnt nicht erst im Gespräch, sondern bereits im Entstehungsprozess.

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