Studentin, Alanus Hochschule Bonn, Prof. Michael Reisch
In meiner künstlerischen Arbeit befasse ich mich mit digitalen Medien und Malerei. Ausgangspunkt ist die Frage nach Identität im digitalen Zeitalter. Der digitale Raum bietet unbegrenzte Möglichkeiten, den eigenen Körper darzustellen, was im Kontrast zur Vergänglichkeit des physischen Körpers steht. Ab wann entfremdet sich der Körper durch Verzerrung und Bearbeitung so stark, dass er nicht mehr als der eigene erkannt wird? In welchem Verhältnis stehen diese Verfremdung und der digitale Raum zueinander? In meinen Arbeiten erforsche ich die Wirkung von Verzerrung und Ver- formung meines Körpers im virtuellen Raum und den damit einherge- henden Verlust persönlicher Identität. Mit Werkzeugen wie K.I., Filtern und digitaler Bildbearbeitung versuche ich neue ästhetische Körper- formen zu gestalten. In diesem Prozess erkunde ich neue Arten der Selbstinszenierung und begegne gleichzeitig neuen Formen der Selbst- entfremdung. Dabei bewege ich mich mit meinem eigenen Körperbild im Spannungsfeld zwischen persönlichem Ausdruck und technologi- scher Steuerung. Die Malerei ist eine weitere Ausdrucksform meiner Selbstbildnisse. Da- bei beschäftigt mich auch die Entfremdung des Körpers – eher jedoch in seiner physischen Auflösung. Die ermöglicht mir, die Ambivalenz von digitalem und analogem Raum durch den Wechsel zwischen beiden Medien zu erforschen. Das Abstrahieren und Verfremden dieser sich auflösenden Körper erfolgt in der Malerei anders als in der digitalen Ausdrucksweise. Durch das Schaffen neuer Körper im Analogen finde ich einen Gegenpol zur Arbeit mit virtuellen Körpern und erlebe eine intuitive, physische Begeg- nung.
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